Das war die Dolomitenwoche 2017 in Sexten – Tourenbericht und -beschreibung

Organisation: Gerti & Günther Schlicker

Text: Leo Becker

So.16.7. Auffahrt bzw. Aufstieg zum Helm Restaurant. Von dort gemeinsame Wanderung über die Hahnspielhütte über den Helmgipfel 2434m mit fantastischer Aussicht auf die Sillianerhütte. Dort wird nach ausgiebiger Pause der Rückweg angetreten. Einige haben noch nicht genug und gehen die Gondelstrecke zu Fuß nach unten, andere marschieren weiter zum Stierboden und nehmen dort die Gondel nach unten.

Mo. 17. 7. Fahrt zu den Drei Zinnen. Eine Gruppe wandert gegen den Uhrzeiger die klassische 3 Zinnen Route über Lavaredohütte zur 3 Zinnenhütte. Die Klettersteiger gehen zunächst im Uhrzeiger zur 3 Zinnenhütte, nach gemeinsamer Mittagsrast geht diese Gruppe zum Toblacher Knoten einen 200 Hm Klettersteig mit durchgehender C Anforderung. Danach wird über das Fischleintal abgestiegen.

Di. 18.7. Fahrt mit der Gondel vom Bad Moos zur Rotwandwiesenhütte. Von dort ergeben sich wieder mehrere Gruppen Richtung Kreuzbergpass am Weg 15a und 15b. Eine Gruppe steigt über den Burgstall zum Gipfel, von dem man eine alte Schießstätte aus dem 1. Weltkrieg besichtigen kann. Die Rückwege erfolgen entweder über die gleiche Strecke zurück oder vom Kreuzbergpass mit dem Bus.

Mi. 19.7. Die Wandergruppe geht über das Fischleintal zur Talschlusshütte, danach über steilen Anstieg zur Anderter Alm , und quert unter den Rotwandköpfen zur Rudihütte und nimmt die Gondel von der Rotwandwiesen zur Talstation. Das Tagesziel der Klettersteiger ist heute der Alpinisteig, ein Klettersteig mit bizarren Felsformationen. Wenngleich nicht alle den Schwierigkeitsgrad eines versicherten Steiges anerkennen wollen, so hat es dieser Tag in sich. Die Tour erfährt wegen Schlechtwetter eine Routenänderung. Am vorgesehenen Umkehrpunkt wird bis zur Zsigmondyhütte weitergegangen, wo eine Mittagsrast erfolgt. Nach 1150 Höhenmeter und 1650 m im Abstieg und 8 Std. ist die Gruppe offensichtlich sehr zufrieden aber müde.

Do.20.7. Gemeinsamer Aufbruch in Richtung Haunoldköpfl aus dem Innerfeldtal, nach etwa einer Stunde trennen sich die Gipfelstürmer mit nochmals 400 Hm von den Hüttenwanderern, die diesen schönen Wanderweg Nr. 7 bis zur Riese Haunoldhütte weitergehen. Nach einer Rast gibt’s wieder eine Gondelfaht ins Tal, diesmal direkt nach Innichen, wo dann das individuelle Kulturprogramm erfolgt.

Fr. 21.7. Wegen der Wetterprognose gibt es nochmals vor dem Start Programmänderungen. Es wird gleich die Gondel zum Helm genommen. Um die Individualität des Teilnehmerkreises zu unterstreichen, gibt es auch heute Varianten zur Allgemeinheit. Das heutige Ziel ist das Hornischegg mit 2550m, was wir auch alle ganz gut schaffen. Dann erfolgt der Abstieg zur Klammbach Hütte 1944m, wo die Mittagsrast gerade während des ersten Regens ideal eingeplant ist. Bleibt auch noch Zeit auf das Wohl der edlen Spender ein Schnapserl zu trinken. Rückweg mit der Gondel vom Stierboden ins Tal, gerade rechtzeitig kommen wir ins Quartier, bevor ein ordentliches Gewitter loslegt.

Um die Individualität des Teilnehmerkreises zu unterstreichen, gibt es immer wieder zusätzliche Varianten zur den Hauptgruppen. Auch die Solisten oder die noch größeren Individualisten stoßen auf den Hütten zu den anderen. Trotz unterschiedlicher Anforderungen der jeweiligen Programme, mischen sich die Gruppen immer wieder. Grundsätzlich kann man bei dieser Auswahl einfach aus dem Vollem schöpfen. Kletterer, Klettersteiger, Alpinwanderer und Genußwanderer, finden spätestens beim gemeinsamen Abendessen qualifizierte Zuhörer ihrer Erlebnisse.