Wanderung mit Botanikschwerpunkt auf den Gahns / Schneeberg
Christine Wolloch und Norbert Huber, das Führungsduo dieser wunderschönen Wanderung, sind beide Pharmazeuten und Hobby-Botaniker, die sich durch ihr Studium und bei vielen einschlägigen Exkursionen ein großes Fachwissen in Botanik angeeignet haben. In vorbildlicher Vorbereitung dieser ASW-Wanderung sind die beiden zwei Tage vorher bei brütender Hitze die Route abgegangen und haben die Standorte besonders interessanter Blumen und Pflanzen erkundet.
Sonntag, den 13. Juni fand sich eine kleine Gruppe von 7 Botanik- und Wanderinteressierten um 9 Uhr 30 beim Treffpunkt beim Bahnhof in Payerbach ein. Nach den extrem heißen Tagen davor, gab es angenehmes kühleres Wanderwetter, für den Nachmittag waren Regenschauer angekündigt.
Der steile Aufstieg durch Schwarzföhrenwald wurde immer wieder sehr angenehm durch das Betrachten und Bestimmen von den zahlreichen schönen Blumen und Pflanzen entlang des Weges unterbrochen. Wir erfuhren viel über die Heilwirkung oder Giftigkeit von Pflanzen.
Der Gans und die Bodenwiese sind bei Botanikern wegen der vielen verschiedenen, zum Teil selten vorkommenden heimischen Orchideen bekannt.
Wir haben bei dieser Wanderung sieben von den ca. 80 in Österreich vorkommenden verschiedenen Orchideen bzw. Knabenkräutern gesehen. Eine sehr seltene Art, die Ragwurz mit braun gefleckten Blüten stand direkt neben dem Weg. Ohne unsere fachkundige Führung hätten wir sie sicher nicht entdeckt!
Nach der Einkehr in der Waldburgangerhütte spazierten wir noch ein Stück auf der großen Bodenwiese, wo ein Blütenmeer von verschiedensten Pflanzenarten unsere Augen erfreute. Unsere neue Naturschutzreferentin Uli Pistotnik bereicherte die Wanderung noch durch interessante Hintergrundinformationen zum geologischen Aufbau und zum Bergbau im Rax- / Schneeberggebiet.
Der angekündigte Regen blieb auch beim Abstieg aus und wir konnten diese harmonische und interessante Wanderung noch bei einer guten Jause auf der Terrasse der Konditorei in Payerbach genussvoll ausklingen lassen.
Grete Liebmann

