Buchbesprechung: 125 Jahre Akademische Sektion Graz

By 17. April 2018 Allgemein

Schon der Untertitel “Von der ursprünglichen Zielsetzung 1892 bis zur gegenwärtigen Situation 2017“ gibt dieser Festschrift inhaltlich Gewicht. Optisch sowieso, da etwas länger als die AV-Jahrbücher, ebenfalls fest gebunden, Kunstdruckpapier mit vielen Abbildungen in s/w bzw. Farbe, und etwa gleich schwer. Zu lesen allerdings leicht, da die 6 Teile schon im Inhaltsverzeichnis gut gegliedert sind. Die weiterhin enge Verbindung mit den Grazer Universitäten, insbes. mit der TU, kommt erfolgreich zum Tragen. 4 Teile sind den „Internationalen Interessen von 0 – 8.000“ gewidmet, je ein Teil der Vergangenheit und den „… heimatlichen Regionen“. Fast programmatisch, jedenfalls sofort ansprechend der erste Beitrag: „Der Ortler, der höchste Berg Altösterreichs“, von DI Robert Kostka, der auch besonders viel zum Gelingen dieses interessanten und klug gestalteten Buches beigetragen hat. Einige wenige Kartenbeschriftungen sind uneinheitlich, z. B. p. 14: zwar Lemberg, aber Prague.

p. 98 sei beispielhaft ebenfalls erwähnt: 6. Besteigung des NANGA PARBAT am 11. August 1976 durch 4 Grazer , darunter der vielfache Familienvater, Expeditionsleiter und Alpenklub-Mitglied Hanns Schell, über den SW-Grat, Erstbesteigung der „Höchsten Steilwand der Erde, 4.500 m“! Praktisch jeder Beitrag ist spannend – das in Graz 2017 erschienene Werk mit seinen 188  Text- und Bildseiten wird wärmstens empfohlen.

Text: Dr. Wolfgang Steffanides